Der Überblick

Tourziel: Svanshornet, Sula Kommune (552m ü.d.M)

Länge total: ca. 9 km ab/bis Parkplatz in Eikrem

Parken: Ausreichende Anzahl und kostenlose Parkmöglichkeiten an der Hauptstraße FV61 Ålesund – Fähranleger Sulesund (Wegweiser „Stadion“ und „Eikrem“) (Navigationscode:62°25’01.8″N 6°15’47.1″E)

Schwierigkeitsgrad: Mittel
Gehzeit: ca. 3 bis 3,5 Stunden (Hin/Zurück)

Kurzbeschreibung: Schneewanderung zum Svanshornet auf Sula mit Blick auf Ålesund, die Sunnmørsalpen und die Inselwelt

Tourbeschreibung: Schon vor einigen Wochen fiel mir auf, dass ich die Sula-Kommune, die sich im Süden an Ålesund anschließt, bislang bei meinen Tourbeschreibungen stets aussparte. Unberechtigt, wie ich gestehen muß, denn die etwa 58km² große Insel ist lediglich zu einem kleinen Teil besiedelt. Gerade der Westteil Sulas ist mehr oder weniger unbewohnt. Und mit dem Sulafjell gibt es zudem noch ein überaus attraktives und gut erreichbares Wandergebiet mit bis zu 776 Meter hohen Gipfeln (Varden).

Mein Plan aber war vielmehr das Svanshornet in der Mitte Sulas. Allerdings war ich nicht wirklich sicher, ob der Gipfel wegen Schnees überhaupt erreichbar war. Wie gut, dass Elke und Rainer in Langevåg leben und die Bedingungen vor Ort hervorragend kannten. Sie waren sogar bereit, ihr normales Wandertempo deutlich zu drosseln, womit einer gemeinsame Tour auf das Svanshornet nichts im Wege stand.

Gegen 10.30 Uhr trafen wir uns am Wandererparkplatz gleich an der Landstraße FV61 zwischen Mauseidvåg und Eikrem. Von dort aus ging es dann auf einem breiten Feldweg in westlicher Richtung los. Die Steigung ist in diesem Bereich sehr moderat. Allerdings war der Weg bereits hier ordentlich vereist. Gut, dass wir Spikes unter den Schuhen montierten, so dass wir uns trotzdem gut und sicher bewegen konnten. Balder, der Elchhund von Elke und Rainer, hatte mit der Trittsicherheit natürlich wenig Probleme. Vielmehr ließ Balder keinen Zweifel daran, wie sehr er Kälte und Schnee genoss. Eine ganze Zeitlang ging es durch einen mehr oder weniger lichten Birkenwald, so dass es etwa 1,5 Kilometer dauerte, bis wir hoch genug waren, um einen ersten Eindruck von der phantastischen Aussicht Richtung Süden zu erhaschen.

Nach gut 2 Kilometern erreichten wir zunächst die Taustuhytta, die trotz ihrer geringen Größe an Wochenenden bewirtschaftet ist (nur Bar- oder Handybezahlung möglich) sowie gleich dahinter die Rollonhytta (ebenfalls bewirtschaftet) auf 396m ü. d. M. Hier endete der befahrbare Feldweg und ging ging in einen gewöhnlichen Bergpfad über. Eine schmale Spur im Schnee wies und den Weg zum Gipfel. Im Großen und Ganzen war die weiße Pracht fest genug, damit wir gut darauf gehen konnten. Erst beim Anstieg auf eine Art Grat kurz vor dem Gipfel sackte man etwas tiefer im Schnee ein, was diese Passage etwas anstrengender werden ließ. Nun wartete der letzte Anstieg, aber schon hier war die Aussicht auf die Berge und die Küste atemberaubend. Die Sonne hatte es mittlerweile ebenfalls über die Berge geschafft und schaffte mit dem blauen Himmel, dem Schnee und dem unter uns liegenden Meer ein einzigartiges Panorama.

Der Gipfel des Svanshornet selbst ist weniger spektakulär. Die Aussicht läßt diesen Umstand jedoch mehr als nur vergessen. Unter uns glänzt Ålesund in der Sonne. Bis hinüber nach Haram und die Nordøyane reicht der Blick gen Norden während die unzähligen schneebedeckten Gipfel der Sunnmørsalpen im Süden sowie die Fjorde den rundumblick abrundeten.

Ich hätte mich stundenlang auf dem Svanshornet aufhalten können. Aber die kurzen Dezembertage limitieren leider die Zeit, die man sich im Gebirge aufhalten kann. Für den Abstieg wählten Elke und Rainer eine geringfügig geänderte Route, die uns (inklusive einer Kaffeepause) gegen 15.00 Uhr wieder den Parkplatz in Eikrem erreichen ließ.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an Elke, Rainer und Balder für eine außergewöhnlich schöne Schneewanderung auf Eurem Hausberg. Euch und allen Bloglesern wünsche ich an dieser Stelle ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Jahr 2019.




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