Ein besonderer Fall

Tourziel: Wasserfall Storseterfossen bei Geiranger 540 m.ü.d.M)

Länge total: ca. 5,5 km ab/bis Abzweig „Versterås“ an der FV63

 

Parken: Einige wenige Parkmöglichkeiten am Abzweig zum Versterås-Hof (Navigationscode:62°05’42.2″N 7°13’35.7″E). Ansonsten weiter unten am Norsk Fjordsenter

Schwierigkeitsgrad: Mittel

Kurzbeschreibung: Mittelschwere, aber nicht sehr lange Tour zum Wasserfall Storseterfossen. Gehzeit ca. 2,5 Stunden

Tourbeschreibung: Was tun in Geiranger. Na klar, die Adlerschwinge, die kennt jeder. Auch die Aussichtspunkte Flydalsjuvet und auf dem Gipfel des Dalsnibba sind Besuchermagnete. All diese sind bequem mit dem Auto erreichbar und dementsprechend überfüllt ist es dort auch. Gerade im Sommer steppt dort der Bär. Umso mehr freute ich mich auf meine erste Guidingtour zu einem etwas unbekannteren Ort. “Wohin soll ich?” hörte ich mich fragen, als mir Michael am Abend vorher telefonisch mein Tourziel schmackhaft machte. Ein kurzer Blick im Internet erhöhte aber die Vorfreude auf den Ausflug, denn auch der Wetterbericht versprach nach tagelangem Regen endlich etwas Besserung.

Davon war aber bei der Anreise nach Geiranger noch nichts zu spüren. Die AidaSol hatte am Abend zuvor tatsächlich trotz Orkanwarnung in Bergen abgelegt und die Passage vorbei am Vestkapp gewagt. Ich war also durchaus gespannt, in welcher Verfassung – und vor allem mit welcher Gesichtsfarbe – ich meine Tourgäste antreffen würde. Und war dann durchaus überrascht, eine ausgeschlafene und vor allem gut gelaunte Truppe anzutreffen.

Die ersten Meter bewältigten wir mit dem Bus, der uns in einer etwa zehnminütigen Fahrt hinauf zum Startpunkt brachte, die direkt von der Hauptstraße FV63 abzweigte. Von dort ging es zu Fuß weiter. Im ersten Teil ist der Kiesweg auch gleichzeitig die Zufahrt zum Vesterås-Hof, dem auch ein Restaurant angeschlossen ist, das im Verdacht steht, die weltbesten Waffeln anzubieten.

Unmittelbar vor dem Hof geht es dann auf den eigentlichen Wanderweg. Dieser schlägelt sich zunächst durch eine kleine Wiese und geht dann in einen Bergpfad über, der mit schweren Steinplatten fast treppenartig angelegt wurde. Mehrere Sherpas aus dem Himalaya waren hier im Jahr 2014 beschäftigt, die Platten zu einem Pfad auszulegen.

Der Weg wird es steiler und anstrengender, trotzdem aber gut begehbar. Nach knapp 2 Kilometern wird es dann zusehends flacher und man gelangt an eine Abzweigung. Geradeaus kann man hinüber bis zum Tafjordfjell gelangen. Wir aber biegen nach rechts ab und folgen dem schmalen Pfad, der nun etwas abwärts führt und nach knapp 100 Metern auf einer kleinen Grasfläche zu enden scheint. Neben einem Felsvorsprung führt ein schr schmaler, gut gesicherter Weg an einem Abgrund entlant hinunter zu einer spektakulären Aushöhlung hinter dem Storseter-Wasserfall. Hier nahmen wir uns viel Zeit für Bilder und natürlich auch zum Verschnaufen, bevor es auf dem selben Weg zurück ins Tal ging.

Hier warteten im Restaurant des Vesterås-Hofes bereits die Waffeln und warmer Kaffee.

Rutschfestes Schuhwerk und gute Kleidung sind auf diesem durchaus anstrengenden Weg wichtige Ausrüstungsgegenstände, auf die auf keinen Fall verzichtete werden sollte, damit einem tollen Wandererlebnis nichts im Wege steht.

 

Dirk, 15.10.




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