Am Muldalsfossen kommt nicht alles Gute von oben

Von: E. Mikalsen

Tourziel: Muldalsfossen (370m ü.d.M)

Laenge total: ca. 2,8 km (hin/zurück)

Parken: Parkplatz an der FV92 direkt hinter dem Heggurttunnelen. Von dort aus sind es etwa 200m bis zum beschilderten Abzweig (Navigationscode:662°15’03.7″N 7°25’51.3″E)

Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer

Gehzeit: ca. 2,5 Stunden (Hin/Zurück)

Kurzbeschreibung: Kurztour zum Muldalsfossen und zum Bauernhof Muldalsgård im Tafjordfjell mit herrlicher Aussicht auf den Tafjord.

Tourbeschreibung: Der Tafjord ist der hinterste Fjordzipfel der vom Storfjord abgehenden kleineren Seitenfjorde. Er gehört zur Norddal Kommune und wird von den meisten Touristen, die mit Bussen oder Wohnmobilen den nationalen Touristenweg FV63 vom Trollstigen nach Geiranger nehmen in der Regel buchstäblich links liegen gelassen. Schade eigentlich, denn es ist ein ausgesprochen schönes Fleckchen Erde mit jeder Menge Alternativen für kurze oder auch mehrtägige Touren. Von Ålesund ist es ein gutes Stück zu fahren. Zu weit eigentlich für einen Sonntag, wenn man gleichzeitig seine Tochter beim Handballturnier anfeuern soll. Und das bei schönstem Frühlingswetter. Nun habe ich aber eine liebenswerte Kollegin, die oberhalb von Valldal eine Hütte besitzt und jeder sich bietenden Gelegenheit in den dortigen Bergen wandert.

Elisabeth erklärte sich freundlicherweise einverstanden, ihre Tour zum Muldalsfossen hier fotografisch festzuhalten wofür ich mich an dieser Stelle herzlich bedanke. Die Tour zum Muldalsfossen beginnt an einem Parkplatz unmittelbar hinter dem Heggurttunnel an der FV92. Dazu biegt man in Valldal von der Hauptstrasse FV63 ab und durch einen direkt am Ort liegenden Tunnel nach Westen dem Tafjord entlang. Vom Parkplatz geht dann zunächst ca. 200m am Fjord entlang zu einem bechilderten Kiesweg, der in nördlicher Richtung von der Hauptstrasse abzweigt.

Wolkenloser Himmel und die um diese Jahreszeit noch üppigen Schneemassen auf den umliegenden Bergen lassen ein phantastisches Panorama enstehen. Da die Bäume noch keine Blätter trugen, hatte man jederzeit einen freien Blick hinunter zum völlig ruhig daliegenden Tafjord. Auf einem Baum huschte mehrere Eichhörnchen herum, ansonsten war es vollkommen still. Der Schotterweg, der sich über mehrere Serpentinen in die Höhe schraubte, war schon schnee- bzw. eisfrei, so dass keine Rutschfefahr bestand.

Schon nach gut einem Kilometer sah man die Gebäude des Muldalsgård, einem Bauernhof aus dem Jahre 1526, der bis 1970 bewirtschaftet wurde, heute jedoch nur noch als Freizeitimmobilie genutzt wird. Vom Bauernhof aus könnte man weiter in das Muldalen hineinwandern und so auch zahlreiche der umliegenden Berggipfel erreichen. Allerdings hatte es dafür noch zuviel Schnee. Stattdessen ging es nach einer Brotzeit am Bauernhof hinüber zum Aussuchtspunkt am Muldalsfossen. Der Bach Muldalselva fällt hier über mehrere Stufen insgesamt 320m tief ins Tal des Tafjordes hinab, davon etwa 60m frei. Da der Muldalselva im oberen Teil zur Stromgewinnung grösstenteils abgeleitet wird, schiesst nur noch zur Schneeschmelze richtig viel Wasser über den Wasserfall. Dann aber ist es umso spektakulärer. Ebenso spektakulär sind die unzähligen Eisschläge, die um diese Jahreszeit immer wieder tosend von den Bergen ins Tal hinab donnern.

Wichtig: Achten Sie auf gutes Schuhwerk, da der Pfad bei Regen schnell matschig wird. Bitte unbedingt waghalsige Kletteraktionen zwecks guter Fotomotive vermeiden. Letztes Jahr stürzte ein deutscher Tourist dabei den Wasserfall hinab.

Vielen Dank an Elisabeth Mikalsen für die tollen Fotos und die Erläuterungen zur Erstellung dieser Tourbeschreibung. Ich hoffe, dies wird nicht die letzte Tourbeschreibung auf dem Tafjordfjell sein.

Und hier noch ein Handyvideoclip eines Eisschlages, der unterwegs stattfand:

Eisschlag im Muldalen

Videoclip und alle Bilder von E. Mikalsen




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