Klar om en time

Tourziel: Rødlandstua von Reiakvam (355m ü.d.M)

Länge total: ca. 2,9 km ab/bis Parkplatz an der E39 bei Reiakvam (hin/zurück)

Parken: Parkplatz an der FV63 am Nordende des Eidsvatnet. Vom Anleger Eidsdal der Fähre Linge-Eidsdal bis zum Parkplatz sind es etwa 10 Kilometer (Navigationscode:62°29’09.5″N 6°29’08.5″E)

Schwierigkeitsgrad: Leicht

Gehzeit: ca. 1,5 Stunden (Hin/Zurück)

Kurzbeschreibung: Leichte und relativ kurze Tour zum Berg Rødlandstua ab dem Parkplatz bei Reiakvam an der E39

Tourbeschreibung: «Mit welcher Kolonne kommt Ihr zurück?» Diese Frage gehört zur Zeit zur Standardkommunikation auf Godøya, denn «einmal-schnell-nach-Ålesund-fahren» ist noch bis Anfang März 2019 nicht möglich. Der Godøytunnel wird derzeit noch bis dahin renoviert und so lange gibt es nur einzelne, fest definierte Durchfahrtszeiten. Somit verläßt man die Insel momentan nur, wenn man muß.

                     der Brusdalsvatnet

An diesem Samstag aber mußte es sein, denn die kleine Tochter hatte (unabsichtlich) das das Tablet ihrer älteren Schwester geschrottet und damit den innerfamiliären Frieden zum bevorstehenen Wochenende stark gefährdet. Also machte ich mich mit der großen Tochter zeitig auf den Weg nach Ålesund, um in den Elektronikmärkten für akzeptaben Ersatz zu sorgen. Der eigentliche Einkaufsakt ging dank vorheriger Internetrecherche schnell vonstatten. Die Übertragung der Daten vom alten auf das neue Gerät erwies sich aber als ziemlich zeitaufwändig. «Den er klar om en time», so der Verkäufer. Doch auf diese Stunde Wartezeit hatten wir so gar keine Lust.

Von der schönen Kurztour zum Rødlandstua hatte ich von einem Kolegen gehört, und zum Ausgangspunkt der Wanderung waren es von Olsvika aus nur in paar Autominuten. Also nichts wie hin. Nur knapp 7 Kilometer weit fuhren wir auf der E39 nach Osten ins Brusdalen und standen somit schon gut 5 Minuten später auf dem kleinen Parkplatz bei Reiakvam direkt neben der E39. Sofort ging es auf einem breiten, gut erkennbaren Pfad durch einen dichten Birkenwald den Berg hinauf. Die für hiesige Verhältnisse stark befahrene Hauptstraße ließen wir so schnell hinter uns, während wir mit einem schönen, wenn auch nicht spektakulären Blick auf den See Brusdalsvatn belohnt wurden. Der Weg verengt sich nun etwas, bleibt aber immer noch gut sichtbar. Picknick-Bänke tauchen auf, werden aber von uns ungenutzt liegengelassen.

Etwa auf halber Strecke steht man unvermittelt vor einer sehr morastigen Fläche, die es zu queren gilt. Zwar wurden hier Holzstege als Überquerungshilfe verlegt, diese sind allerdings aktuell in keinem guten Zustand. Wir benutzten sie trotzdem und konnten dadurch allzu schmutzige Schuhe verhindern. Es fällt auf, dass der Wald, der zu Beginn vorwiegend Birkenbestand aufwies, nun in einen Nadelwald verwandelt hat. Es ging nun noch einmal kurz scharf bergauf, bevor man auf eine Art Rücken gelangte. Unter uns lag nun der Weiher Lillevatnet, der auch zum Baden geeignet ist. Im Winter wird er auch gerne zum Schlittschuhlaufen verwendet. Wir folgen dem Pfad weiter westwärts, wo es nun buchstäblich über Stock und Stein, allerdings fast ohne weitere Steigung dem Rødlandstua entgegen geht. Ein ausgetretener Pfad ist in diesem Bereich kaum mehr erkennbar. Markierungen aber lassen gut erkennen, dass man auf dem richtigen Weg ist.

Schließlich gelangt man an einen beschilderten Abzweig. Von hier aus hat man die Wahl, zum weiter nördlich gelegenen Varden zu gelangen, oder nach links zum Rødlandstua aufzusteigen. Dieser letzte Anstieg ist noch einmal etwas steiler, allerdings sind es nur wenige Höhenmeter, bevor man den Gipfel erreicht hat, von dem man mit einer großartigen Aussicht belohnt wird. Im Westen sieht man hinüber auf Ålesund und die Inseln der Giske-Kommune. Im Norden Haram sowie Ellingsøya und nach Osten hat man einen erstaunlich weiten Blick nach Skodje und den Bergen u. a. des Ørskogfjells.

Hier oben könnte man eigentlich wirklich lange verweilen, um sich zu entspannen. Ein Blick auf die Uhr trieb uns allerdings zum Rückweg an. Man will ja auch beizeiten wieder zu Hause sein.

Dirk, 22.08.







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